Reisebericht England/Schottland - Reisemobilclub Schweiz

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Reisebericht England/Schottland

Reise-Berichte

Reisebericht England / Schottland 2012/13


Wir, Patrizia, Cyrill, Yvonne und Benno Kalberer sind im Sommer 2012 und 2013 für jeweils 3 Wochen nach England / Schottland gefahren. Beide Touren waren zwischen 5500 km und 6000 km. Da es uns im 2012 so gut gefallen hatte, wollten unsere Kinder, dass wir im 2013 wieder auf die Insel fahren.



Calais: Stellplatz „Le Courtil de l’Horloge“


Begonnen hatten unsere Ferien immer in Calais, sprich auf dem Stellplatz „Le Courtil de l’Horloge“ (GPS N 50_51‘46“ O 1_38‘57“ Kosten EUR 5.00 pro Nacht). Immer wenn sich bei uns jemand nach einer Übernachtungsmöglichkeit in der Nähe des Eurotunnels (ca. 15 km) erkundigt, empfehlen wir diesen Stellplatz mit dem Vermerk: wenn Du meinst, da kann unmöglich ein Stellplatz sein, dann bist Du goldrichtig. Der Platz ist total abgelegt aber mit Sicht auf den Ärmelkanal und auf die Kreidefelsen an der Küste von England. Teilweise kommt sogar am Morgen der Bäcker vorbei und verkauft seine frischen Baguettes. Wir bevorzugen es jeweils, die Mammutstrecke von zu Hause nach Calais in einem Zug zu fahren (1‘000 km, geht natürlich nur wenn man sich abwechseln kann), damit wir einen Tag auf diesem Platz verbringen können.



Eurotunnel:

Da wir ohne unseren Hund nicht in die Ferien fahren, haben wir uns entschieden, jeweils den Eurotunnel zu benutzen. Die Tickets buche ich im Voraus im Internet, damit die ‹berfahrten günstig ausfallen. Man Kann jeweils 2 Stunden früher dort sei, dann kann man mit dem nächsten freien Platz mitfahren. Aber nun zu unserem Hund. Hunde müssen  vor der Abreise speziell entwurmt werden und der Tierarzt muss dies im Impfausweis eintragen. So muss man auf dem Eurotunnelareal zuerst zur PET Station fahren, den Hund und Impfausweis mitnehmen und zur PET Station gehen. Da wird der Impfausweis kontrolliert und der Chip vom Hund mit dem Ausweis verglichen. Das ist alles. Eine Sache von 5 Minuten. Danach erhält man einen Anhänger mit dem Vermerk darauf, dass man ein Tier mitfährt. Was noch speziell ist, dass der Hund einfach recht viel kostet. Der genaue Ablauf kann man bei der Buchung vom Eurotunnel nachschauen (www.eurotunnel.com). Mit dem Wohnmobil fährt man auf den Zug und 35 Minuten später ist man in England.


Nachfolgend Stationen, die uns sehr gut gefallen haben:


London: Lee Valley Campsite, Chingford London www.visitleevalley.org.uk



Um auf den Campingplatz zu kommen, muss man auf der Autobahn M25 die Ausfahrt 26 nehmen und den Wegweisern Richtung Chingford folgen. Beim Kreisel links abbiegen. Ungefähr nach knapp 3 km ist der Campingplatz rechts. Es ist ein super Platz für Ausflüge nach London und liegt doch im Grünen. Direkt beim Campingplatz endet und startet die Buslinie 215. Mit der kommt man problemlos zur U-Bahnstation "Walthamstow Central" (ca. 30min Fahrtzeit) und von dort in die City. Tageskarten, die für alle Busse und U-Bahnen gelten, bekommt man an der Rezeption des Platzes. Der Platzwart ist sehr freundlich, hilft und gibt gerne Tipps, was wirklich sehenswert ist. Das Publikum auf dem Platz ist sehr international, tagsüber ist es menschenleer, abends kommen alle Londonbesucher zurück. Wir haben uns 3 Tage London angeschaut und sind dann Richtung Norden weitergefahren.


Warwick: www.visitwarwick.co.uk :


Auf dem Weg nach Schottland haben wir einen Zwischenstopp eingelegt und die alte Stadt Warwick besichtigt. Warwick Castle ist eine mittelalterliche Burg die sich aus einer von Wilhelm dem Eroberer im Jahre 1068 errichteten Burg entwickelt hat. Um die Burg hat es Gärten, die zum Spazieren einladen. Im Städtchen sind alte Tudor Häuserreihen zu besichtigen. Übrigens, probiert doch in einem Pub einmal einen Pimm, das ist eine englische Spezialität. Es ist ein Longdrink und besteht aus 4-6 cl. Pimm’s, wahlweise Gurkenscheiben, Stücken von Citrusfrüchten, Erdbeeren und frischer Minze und wird aufgefüllt mit Limonade oder Ginger Ale.


Oban: Oban Camping & Caravan Park, Gallanachmore Farm, Gallanach Road, Oban www.obancaravanpark.com

Dieser Platz liegt etwas ausserhalb von Oban. Zum Camping kommt man nur über einen Singletrack. Dennoch lohnt es sich, den Weg auf sich zu nehmen. Es ist ein wunderschöner Terrassencamp mit Aussicht auf’s Meer. Um nach Oban zu kommen haben wir ein Taxi bestellt. Kosten für 6 Personen und 2 Hunde pro Fahrt ca. £ 8.00. Oban ist ein schönes Städtchen und lädt zum Flanieren ein. Wir haben frisch gefangenen Seafood gegessen und natürlich den Shop der Oban Distillery besucht. Da wir mit den Hunden unterwegs waren, konnten wir leider keine Führung mitmachen.


Isle of Skye (Insel des Nebels): grösste Insel der inneren Hebriden www.isleofskye.com

Als wir 2012 auf der Isle of Skye waren, hat sie dem Namen alle Ehren gemacht. Es war neblig, der Wind hat uns um die Ohren gepfiffen und was natürlich dann nicht fehlen durfte: es regnete und regnete… Schade, die Insel muss bei gutem Wetter sehr schön sein, leider haben wir fast gar nichts gesehen. Trotzdem haben wir eine Nacht auf der Isle of Skye verbracht und zwar auf dem Kinloch Campsite in Dunvegan. Auf dem Rückweg haben wir noch die Talisker Distillery besucht.


Whalewatching: Kyle of Lochalsh, mit der Spirt of Adventure www.the-spirit-of-adventure.co.uk

Als wir die Isle of Skye Brücke überquert hatten, haben wir Werbetafel von Whalewatching gesehen. So haben wir spontan angehalten und an einer Tour teilgenommen. Es war wahnsinnig interessant, Seevögel, Robben und Delfine zu beobachten. Das Highlight der Tour war, dass wir 2 Babys des äusserst selten Basking Shark gesehen haben. Dieser Riesenhai wird bis zu 10 m lang und ist neben dem Walhai der zweitgrösste bekannte Fisch. Die beiden Baby’s waren der eine etwa 3m der andere etwa 5 m. Die Tiere waren überhaupt nicht scheu und sind ganz nahe ans Boot ran gekommen und man konnte das Riesenmaul sehen, wie er Plankton gefressen hat. Der Guide hat uns sehr viel über die Flora und Fauna der Umgebung erzählt und es war irrsinnig interessant und spannend. Mit dem Echolot konnten wir auch Wale hören, doch leider sind diese nicht aufgetaucht.


Loch Ness: Ein Muss für jeden Schottlandbesuch…. www.lochness.com

Loch Ness ist eine Touristenfalle sondergleichen… und dennoch, man muss es gesehen haben. Es gibt ein Museum, das einen Vortrag über die Geschichte anbietet. Wir empfehlen jedem Besucher, diese Führung mitzumachen. Aus Spass an der Freude.


Gairloch: Sands Caravan & Camping www.sandscaravanandcamping.co.uk


Auf diesem Camping sind wir jeweils mehrere Tage geblieben. Der Strand lädt zu langen Strandspaziergängen ein und wer es nicht so sandig mag, kann die Wanderwege der Gegend nutzen. Auch mit dem Fahrrad kann man kleinere oder grössere Touren machen. Wer sein Kajak oder Schlauchboot dabei hat, hat nun die Gelegenheit, es auszupacken und zu paddeln. Oder man kann einfach auf der faulen Haut liegen. Wir haben die Zeit genossen am Strand über die Felsen und Dünen zu wandern und mit dem Kayak der Küste entlang zu paddeln.


Gairloch: Whalewatching mit den Herbriden Whale Cruises www.hebridean-whale-cruises.co.uk


Die Herbriden Whale Cruises bieten Touren mit einem Speed Zodiak an. Man wird mit Anzügen ausgerüstet, denn der Zodiak flitzt mit über 50Std/km über’s Meer. Trotz ca. 26 Grad mussten wir in diese Anzüge schlüpfen. Nach 1 1/2 Std. waren wir jedoch um diese Anzüge froh, denn es wurde mit der Zeit kühl vom Fahrtwind. Endlich haben wir auch das Maskottchen der Gegend gesehen, die Puffin. Diese niedlichen Seevögel sind sehr putzig und gut zu beobachten. Wir haben auf dieser Tour mehrere Minkwale und Delfine gesehen.


Durness: Sango Sands Oasis, Sango Bay, Durness www.sangosands.com

Mit Durness haben wir den nördlichsten Punkt unserer Schottlandtouren erreicht. Wer nach Durness hochfahren will, was sich übrigens 100 %ig lohnt, muss jede Menge von Single Track in kauf nehmen. Aber die Schotten sind ja sehr freundlich und es ist überhaupt kein Problem. Der Camping liegt auf einer Klippe und es geht ein steiler Pfad runter an den Strand. Wer sein Neopren Anzug dabei hat, kann sich hier in die Fluten wagen. Unsere Kids waren von dem Strand so angetan, dass sie samt den Kleidern in die Fluten gestürzt sind. Wieder ein traumhafter Sandstrand und keine Menschenseele ist da. Es kann einem passieren, dass man den Strand ganz für sich alleine hat.


Falls of Measach: ca. 19 km östlich von Ullapool entfernt


Diese Wasserfälle sind mit 46 m die zweitgrössten Grossbritanniens. Die sehr schmale Schlucht ist etwas 1.5 km lang und bis zu 60 m tief. Sie wurde durch das Abschmelzen von Gletschern am Ende der Eiszeit in den Fels gegraben. An den Steilhängen wachsen zahlreiche Moose und Farne. Das Wohnmobil kann man gut auf dem Parkplatz abstellen. Der Weg fährt über eine Hängebrücke und danach geht der Weg kurz durch den Wald zu einer Plattform. Dieser Fall ist ein angenehmer Zwischenhalt, um sich kurz die Füsse zu vertreten.


Aberlour: www.aberlourgardens.co.uk

Auf diesem Campingplatz waren wir auf beiden Reisen. Der Camp ist ideal, wenn man die Aberlour-Distillery besichtigen will. Wir sind jeweils mit dem Velo zur Distillery gefahren. Die Aberlour Distillery ist eine Besichtigung wert. Bei der Verkostung des Whiskys geizt die Distillery überhaupt nicht, deshalb ist es ratsam, zu Fuss oder mit dem Fahrrad dahin zu fahren. Auch ist dieser Camp ideal, wenn man in eine Distillery in Dufttown gehen will. Die Campingplatzbesitzerin hat uns jeweils ein Taxi bestellt, mit dem wir nach Dufttown hin und zurück gefahren wurden. Wer mehr über den Whisky Trail Speyside erfahren möchte, kann sich informieren unter www.schottland-guide.com/whisky-trail-schottland.php


Edinbourg: www.edinburgh.org


Tja, wenn wir Edinburgh hören, kommen wir immer ins Schwärmen. Diese Stadt hat es uns richtig angetan. Wie in London kann man auch in Edinburgh mit Doppeldeckerbussen mit offenem Verdeck Stadtbesichtigungen machen. Dies ist wirklich zu empfehlen. Wenn man etwas genauer anschauen will, kann man aussteigen und mit dem nächsten Bus einfach die Tour weitermachen. Patrizia ist richtig ins Shoppingfieber gekommen. Diese Stadt lädt wirklich zum Shoppen ein. Wer zur richtigen Zeit in Edinburgh ist, kann auch das berühmte Military Tattoo anschauen gehen. Wir haben auf dem Campingplatz Mortonhall Caravan Park übernachtet. Für diesen Camping empfiehlt es sich, den Platz im Voraus zu reservieren, vor allem wenn das Military Tattoo ist, sonst bekommt man keinen Platz. Speziell an diesem Platz ist auch, dass es ein Pub dazu hat. In diesem Pub waren Hunde erlaubt. Das einzige Pub in Schottland, wo man den Hund mitnehmen durfte.


Alnwick Castle: auf den Spuren von Harry Potter: www.alnwickcastle.com


Auf der Rückreise haben wir in England das Alnwick Castle besucht. In dieses Castle war Drehort von so mancher Szene in den Harry Potter Filmen. Man kann das Castle besichtigen. Wer sich zusätzlich ein bisschen die Beine vertreten möchte, kann unterhalb dem kleinen Flüsschen entlang spazieren und das schöne Schloss von der Ferne her bestaunen. Apropos Schlösser und Castles, gibt es natürlich zu Hauf und man kann sehr viele Schlösser anschauen.


Hedrian’s Wall: www.de.wikipedia.org/wiki/Hadrian%E2%80%99s_Wall_Path


Wer geschichtlich interessiert ist, kennt sicher sich den Hedrian’s Wall. Das ist ein Grenzwall, den die Römer errichtet haben. Der Wall ist angelegt von Newcastle bis Solway Firth, nahe der heutigen Grenze zwischen Schottland und England. Er wurde zwischen 122 und 128 n. Chr. auf Anordnung Kaiser Hadrians (76–138) erbaut. Wir sind eine ganze Weile diesem Limes entlang gefahren. Es gibt unzählige Möglichkeiten, Ausgrabungen und Ausstellungen zu besichtigen. Natürlich kann man auch der imposanten Mauer entlang wandern.


Birmingham: www.visitbirmingham.com/de


Nach Birmingham ging es eigentlich nur, weil Benno uns unbedingt ein bestimmtes Restaurant zeigen wollte, in das er, wenn er geschäftlich in Birmingham zu tun hat, manchmal mit Mitarbeitern geht. Das Restaurant heisst Jimmy Spices. Dies ist ein Restaurant, wo man für unglaublich wenig Geld soviel Essen kann wie man möchte. Es gibt verschiedene Buffets wo alles frisch auf Wunsch zubereitet wird; von Mexikanisch, Chinesisch, Sushi, Italienisch, Thailändisch, Amerikanisch, Indisch, etc., also alles was das Herz begehrt. Mal vom Dessertbuffet abgesehen….
Zudem ist die Stadt, eine typische Arbeiterstadt, eigentlich recht schön zum Anschauen. In der Stadt hat es ein Kanalsystem, wo man mit Booten fahren kann. Fast wie in Venedig, einfach etwas anderst.


Stonehenge: www.de.wikipedia.org/wiki/Stonehenge

Als wir Richtung Stonehenge gefahren sind und die Steine das erste Mal gesehen haben, waren wir total fasziniert von der Grösse der Steine. Als wir dann die Steine aus der Nähe besichtigt haben, war die Faszination leider nicht mehr so gross. Aus der Ferne wirken die Steine ganz anderst, so mystisch. Wir haben die Führung rund um die Steine gemacht und sehr viel Interessantes über diese Stonehenge erfahren.


Salisbury: www.visitengland.com/de/Places-to-go/Historical-Cities/Salisbury-and-Stonehenge.htm

Nach den Stonehenge sind wir Richtung Salisbury gefahren, um die Kathedrale von Salisbury zu besichtigen. In der Kathedrale kann man noch das Original der Magna Carta besichtigen; Sie gilt als die Quelle des englischen Verfassungsrechts. Das Dokument stammt vom 15. Juni 1215. Die Magna Carta beschrieb die Rechte des englischen Adels, verbriefte die grundlegenden politischen Freiheiten des Königs. Der Kirche wurde die Unabhängigkeit von der Krone garantiert. Der König unterschrieb das Dokument nur auf Druck des Adels. Es ist eine wunderschöne Kathedrale, wo es sich lohnt, Zeit einzurechnen uns diese zu Besuchen.
Auch das Städtchen Salisbury lädt zum Flanieren ein. Wir haben auf dem Campingplatz in Salisbury übernachtet und sind tags darauf nach Folkstone gefahren, um mit dem Zug durch den Tunnel wieder auf’s Festland zu fahren.


On the Road………..

Für uns steht fest, Schottland, wir kommen wieder….



Alle Fotos der Reise


+41 76 320 69 80



RMC-Schweiz
Im Haslerholz 9
CH-8172 Niederglatt

Aktualisiert am 19.10.2017
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